Spreeidyllduo

Spreeidyll

Andrea Pfeiffer
Hauptstrasse 26
15528  Spreenhagen

Funk: 0173/6619899
    

e-Mail: Friesen@spreeidyll.de  

Stand 27.03..2017

Weiter zum Reiterhof
FN
Friesenreiterhof;Friesengestüt,Friese, Friesenquadrille

Friese,Friesenpferd

Farbe

Ausschließlich Rappen; keine Abzeichen (Ausnahme: kleiner Stern/Flocke) erlaubt

Stockmaß

155 bis 160 cm

Exterieur

Schöner, langer Kopf, gerades Profil, lebhafte Augen, kleine, spitze Ohren; hoch aufgesetzter, geschwungener Hals, lange, schräge Schulter, breite Brust, wenig ausgeprägter Widerrist, kräftiger, kompakter Körper, kurzer, gerader Rücken, runde Hinterhand, muskulöse, abfallende, leicht gespaltene Kruppe, tiefer Schweifansatz; kräftiges Fundament, kurze, klare Beine, üppiger Fesselbehang; üppiges, mitunter sehr langes Langhaar

Eigenschaften

Ruhig, willig, freundlich, sensibel, guter Charakter, angenehmes Temperament, intelligent, zutraulich, kraftvoll, aktiver Schwerarbeiter; Trab "steppend" und energisch, hohe Knieaktion und starke Hankenbiegung

Verwendung

Zugpferd, Reit- und Dressurpferd (Hohe Schule); Zirkuspferd

Herkunft, Verbreitung

Niederlande (Friesland), Europa

Besonderes, Geschichte

Einer der ältesten europäischen Pferderassen, lt. prähistorischer Funde bereits um 3000 v.Chr. existent; die Rasse kam mit den Römern nach Großbritannien (Einfluss auf die Entwicklung der Fell- und Dales-Ponys); erst im 16./17. Jh. durch Einkreuzung andalusischen und orientalischen Blutes Umzüchtung zum "Barockpferd"; in bäuerlicher Zucht entstand der Flamländer, der für seine Kraft und Ausdauer bekannt war und der als Belgian Draught noch in den USA gezüchtet wird; Einfluss auf die Zucht des Orlow-Trabers; gegen Ende des 19. Jh. vom Aussterben bedroht, durch den Einsatz engagierter Züchter Erhalt der Rasse; Wiederaufbau der Zucht mithilfe von Oldenburgern; auf den ersten im Stammbuch registrierten Hengst Nemo 51, geb. 1885, gehen alle bis heute eingetragenen Vatertiere zurück

Zuchtbuch

Seit 1878 Friesch Paarden Stambock (F.P.S.)

Das Friesenpferd ist durch Einkreuzung spanischer Pferde in die niederländische Landeszucht im 16. und 17. Jahrhundert entstanden. Es ist ein kraftvolles, großrahmiges Warmblutpferd mit edlem Kopf, großen ausdrucksvollen Augen, hochaufgesetztem, schön. gebogenem Hals, breiter Brust, leicht gespaltener, abfallender Kruppe, üppiger Mähne, tief angesetztem, langem Schweif und starkem Kötenbehang.

Kennzeichnend ist Trittsicherheit in allen drei Gangarten. Beim friesentypischen Trab kommt es bei hoher Knieaktion - sie entsteht durch betontes Anheben der Vordergliedmaßen -, verbunden mit einem starken Schub aus der Hinterhand, idealerweise zu einer deutlichen Schwebephase. Der Schritt sollte raumgreifend, der Galopp erhaben sein.

Friesenpferde werden heute ausnahmslos als Rappen gezogen. Zugelassen sind lediglich Abzeichen vorne am Kopf (Flocke, Stern, Stichelhaar) und einige graue Haare an der Unter- oder Oberlippe. Abzeichen an den Beinen sind nicht erlaubt.

Zum Familienpferd wird der Friese durch seinen ausgeglichenen, freundlichen und geselligen Charakter und seine Bereitschaft, sich "seinen" Menschen anzuschließen. Dass ein solches Pferd auch noch leichtfuttrig ist und aufgrund seines dichten Haarkleides Offenstall- und Weidehaltung ermöglicht,. erscheint nicht selbstverständlich. Kurzum: Der Friese ist ein vielseitiges, gut zu haltendes Pferd, das man lieben, auf das man auch stolz sein kann und das diese Gefühle erwidert

Die Vielseitigkeit des Friesenpferdes, seine Eignung als Kutschpferd, zugleich seine Lernwilligkeit und Begabung für Dressuraufgaben begründen seine Beliebtheit als Freizeitpferd: Der Friesenfreund kann sein Pferd - natürlich nach entsprechender Ausbildung - anspannen, in der Bahn reiten oder es für Ausritte benutzen. Ist es auch kein typisches Springpferd, so springt es doch einzelne Naturhindernisse gut und sicher.
Der Friese ist aufgrund seiner spanischen Blutführung - wie die verwandten Pferderassen der Lipizzaner und Kladruber - für die klassische Dressur und die Hohe Schule geeignet. Bei Pferdeveranstaltungen sowie bei Show- und Galavorführungen und im Zirkus auftretende Friesen zeigen je nach Ausbildungsstand die Figuren der Hohen Schule und Lektionen an der Hand, am langen Zügel oder unter dem Sattel, sowie die Schulen über der Erde: Levade, Courbette oder gar die Capriole.

Das Friesenpferd gehört zu den ältesten Warmblutrassen Europas. Es entstand in den Niederlanden und Norddeutschland, wo der germanische Volksstamm der Friesen eine großrahmige Pferderasse züchtete, die sich aber von den Kaltblütern unterschied. Im Mittelalter wurde Friesland durch die Zucht eines "großen und schweren Ritterpferdes" bekannt. Nach der Einkreuzung spanischblütiger Pferde im 16. und 17. Jahrhundert wurden Friesen als Barockpferde in berühmten Gestüten und an Fürstenhöfen zu Repräsentationszwecken insbesondere auch als Zugpferd .für Prunkkarossen gezüchtet. Da Friesenpferde auch Landwirtschaft Verwendung fanden, verlagerte sich ihre Zucht im Laufe der Zeit von den fürstlichen Gestüten auf niederländische Bauern, die sie zweimal (1896 und 1913) vor dem Aussterben bewahrten. Als auch die Pferdehaltung in der Landwirtschaft zurückging, sicherte der Friese sich als Freizeitpferd eine seit 1970 wieder stark zunehmende Verbreitung.